Stelle beide Füße fest auf, atme vier Zeiten ein, halte sanft für zwei, atme sechs bis acht Zeiten aus. Spüre, wie sich der Bauch hebt und senkt, die Schultern loslassen und sich der Puls beruhigt. Zwei bis drei Zyklen reichen, um innerlich anzukommen, Geräusche weicher wahrzunehmen und deine Aufmerksamkeit freundlich, wach und fokussiert im Körper zu verankern.
Lasse das Kinn sanft zur Brust sinken, rolle den Kopf langsam über die Schultern und stoppe, sobald ein angenehmer Dehnimpuls entsteht. Ziehe die Schultern nach oben, atme aus und lasse sie fallen. Wiederhole dreimal. Kombiniere anschließend eine leichte Armöffnung mit weiter, ruhiger Atmung, damit Brustraum und Rücken entspannen und sich der ganze Schultergürtel angenehm, frei und weit anfühlt.
Atme vier Zeiten ein, halte vier, atme vier aus, halte vier. Diese einfache Struktur schafft Rhythmus in chaotischer Umgebung. Richte den Blick auf einen festen Punkt, zähle im Stillen, spüre die Füße. Mit drei bis vier Runden senkt sich innere Unruhe, dein Fokus wird greifbar, und selbst hektische Sekunden verwandeln sich in klare, handhabbare Momente mit konstruktiver Spannung statt nervöser Hektik.
Beim Ausatmen summst du leise, spürst Vibration um Nase, Lippen und Brustbein, und lenkst Klangwellen nach innen. Das beruhigt den Vagusnerv, verlängert die Ausatmung mühelos und blendet Lärm weich aus. Wähle eine tiefe, angenehme Tonhöhe und wiederhole zwei bis drei Zyklen. Du wirst überrascht sein, wie gelassen, gesammelt und freundlich dein innerer Ton dich durch das Bahnsteiggewusel führt.
Wenn du Antrieb brauchst, nutze drei raschere, aber kontrollierte Naseneinatmungen und eine längere, sanfte Nasenausatmung. Dadurch wachst du auf, ohne dich zu überdrehen. Halte Schultern weich und Kiefer entspannt, damit der Atem frei fließt. Nach wenigen Zyklen fühlt sich der Kopf klarer an, die Wirbelsäule aufgerichtet und deine Präsenz angenehm frisch, fokussiert und hell.